Vier Tipps für einen guten Schulstart

 

Bald sind jetzt erstmal Ferien und vermutlich wirst du wie ich damals, diesen Sommer ganz anders genießen. Denn bald kommt dein Kind in die Schule! Was braucht mein Kind für die Schule? Hab ich an alles gedacht? Wie gestalten wir den ersten Schultag? Schafft es mein Kind, sich gut einzuleben? Solche oder weitere Fragen gehen dir vielleicht durch den Kopf. Ich gebe dir hier vier Tipps für einen guten Schulanfang.

 

Ein besonderer Lebensabschnitt!

 

 

Wenn dein Kind vom Kindergarten in die Schule kommt, ist das ein bewegender Moment. Denn für mich war das damals auch ein Stück Abschied von einer sehr behüteten Zeit. Es ist oft mit einem gewissen Abschiedsschmerz verbunden, weil du weißt, jetzt musst du dein Kind wieder ein Stück loslassen. Mit diesem Gefühl kommt vermutlich auch ein wenig Wehmut hoch, mit dem du nicht so einfach umgehen kannst.

 

Mein 1. Tipp

 

Erlaub dir das Gefühl einfach da sein zu lassen! Wenn Tränen kommen, lass sie laufen. Denn so oft, gehen wir ganz rasch einfach weiter in solchen besonderen Momenten unserer Kinder, aus Angst oder Scham, unsere Gefühle nicht so zeigen zu wollen. Es ist völlig ok, berührt zu sein!

 

Die Ausrüstung

 

 

Für den Start ins Schulleben braucht dein Kind jede Menge Zeug! Dein kleiner HeldeIn soll die optimale Ausrüstung haben. Deshalb schauen wir als Helden-Mamas auch ganz besonders darauf, dass es unserem Kind an nichts fehlt.

Enorm wichtig sind natürlich die Schultüte und die Schultasche. Ebenso wie der Inhalt der Schultüte. Da unsere Welt so große Auswahl und Vergleichsmöglichkeiten hat, kann die Auswahl von Basic Gebrauchsgegenständen zum echten Stress ausarten. Denn von Schulrucksack bis Trinkflasche, Stiften, Turnbeuteln oder erster Uhr – es ist selten einfach damit getan, einfach zu besorgen.  Es gilt zu vergleichen, Bewertungen zu lesen, sich mit anderen auszutauschen und unseren kleinen HeldenIn zu fragen.

 

Mein 2. Tipp

 

 

Entspann dich! Du kannst nichts falsch machen – ganz ehrlich. Jedes Kind ist anders. Du bist als Mutter anders. Also geht hier einfach mal nach deinem guten Bauchgefühl. Hör auf, dir so viele Meinungen anzuhören oder Bewertungen zu lesen, denn letztendlich wirst du die richtige Wahl treffen, aus Liebe zu deinem Kind.

 

 

Es gibt viel Neues zu meistern

 

 

Egal ob kleiner oder großer Held, wenn was Neues anfängt und wir Gewohntes aufgeben, sind wir erstmal sehr aus unserem Konzept. Oder aus der „Komfortzone“, in der wir uns so sicher gefühlt haben. Deshalb bedenke bitte, dass für dein Kind jetzt einiges einströmt, was es zu bewältigen gilt. Der Schulweg, die Lehrerin, die Kinder in der Klasse, Abläufe oder sich lange Zeit still halten und Konzentration zu halten.

Da wir schon lange daran gewöhnt sind, uns anzupassen und in neue Situationen einzufinden, vergessen wir oft, dass das für unsere Kinder noch nicht so schnell geht! Hinzukommt, dass im Gehirn jetzt einiges gefestigt sein muss, damit die Schulzeit gut starten kann. Im Alter von sechs Jahren, müssen Kinder in der Lage sein: einige Zeit still sitzen zu können, sich gut konzentrieren können, Aufmerksamkeit bündeln können, ohne sich zu leicht ablenken zu lassen, Impulse kontrollieren können, Gruppenfähig sein. Dazu braucht es eine ausreichende Verknüpfung aller drei Gehirnareale. Mehr dazu kannst du hier in meinem Blog lesen.

 

Mein 3. Tipp

 

 

Gib deinem Kind Zeit, sich einzugewöhnen. Denn die braucht es, mit allem klar zu kommen und seinen Platz zu finden. Beim Thema Hausaufgaben gibt es viel Stresspotential. Das kann dir als Mama helfen:

Die Hausaufgaben sind nicht deine! Lass dein Kind machen, denn wie soll es sonst seine Erfahrungen sammeln.

Verbessere nicht ständig alles oder versuche, die perfekte Hausaufgabe mit ihm abzuliefern.

Bleibe in der Nähe, aber gib den Freiraum erstmal selbst ins Tun zu kommen.

Deine innere Haltung merkt dein HeldnIn sofort.

Trau ihm/ihr zu, die Aufgaben zu schaffen.

Schenk Anerkennung für das Meistern von Aufgaben und ermutige, sich für Erfolge selbst zu loben und wertzuschätzen.

 

Alles nicht so einfach?!

 

Vielleicht gibt es nach den ersten paar Monaten auf einmal Themen, die dir selbst auffallen oder du von Lehrer/in angesprochen wirst:

Die Stifthaltung ist verkrampft, das Schriftbild auffallend schlecht.

Das Stillsitzen ist fast nicht möglich, Konzentrationsmangel, Träumerlein, heftige Gefühlsausbrüche und mangelnde Aufmerksamkeit.

 

 

Mein 4. Tipp

 

 

Don´t Panic! Vielleicht braucht dein HeldIn noch ein wenig Unterstützung  in Sachen BASIC-ABC. Vielleicht fehlt es ihm oder ihr an einem stabilen Helden-Fundament. Es kann durchaus sein, dass noch einige frühkindliche Reflexe aktiv sind, die genau zu diesen Auffälligkeiten führen. Und bevor dein Kind jetzt gewisse Stempel abholt, wie LRS, ADS oder ADHS, informiere dich zum Thema frühkindliche Reflexe und was sie mit Gehirnreife zu tun haben. In meinem Artikel kannst du dich schon mal einlesen.

Ich wünschte, ich hätte als Mama schon früher Infos dazu gewusst! Heute bin ich selbst Reflexintegrations-Trainerin und möchte, dass möglichst viele Eltern das Wissen darüber haben. Falls du dein Kind darin wiedererkennst, dann weißt du jetzt, an deinem Kind ist nichts  „falsch“!  Es kann die Entwicklungsverzögerung spielerisch nachholen.

 

 

Spielen ist auch lernen

 

 

Zum guten Schluss noch eine große Bitte an alle Helden-Eltern:

Lasst euren Kindern mehr Zeit!

Zum Eingewöhnen, lernen, spielen, toben, entspannen, abhängen und Nichtstun Lasst Zeit und Raum für Langeweile, Abenteuer, in der Natur sein und sich mit Freunden zu verabreden! Gebt euch in der Familie Zeit zum Kuscheln und schaut euch öfter mal tief in die Augen. Genießt gemeinsames Essen, hört einander wirklich zu und lacht zusammen. Weniger verplante Terminkalender und mehr glückliches Kind sein dürfen, brauchen unsere Kinder heute mehr denn je!  Und wir großen auch 😉

Ich freue mich, wenn ihr das genauso seht und als echte Helden-Familie bewusst andere Wege geht!

 

 

Wenn du dabei  Unterstützung möchtest, dann melde dich gern für ein kostenloses Erstgespräch bei mir.  Ich bin die Heldenmacherin – ich inspiriere Kinder und Eltern anders zu denken und zu handeln. Als Coach begleite ich Kinder, Jugendliche und Familien dabei, Blockaden aus dem Weg zu räumen und die einzigartigen Heldenfähigkeiten zu stärken. Für mehr Leichtigkeit und Harmonie im Familiensystem. Als RIT®-Reflexintegrationstrainerin  helfe ich Kindern zur neuronalen Gehirnreife, damit Schule einfacher ist. https://rit-reflexintegration.de/

Bildnachweis: Titelbild  von Gundula Vogel auf Pixabay