Wie kann ich mein Kind beim Lernen unterstützen

Elternabend! Ich weiß ja nicht wie´s dir geht, aber wenn ich eine Schule betrete, kommen sofort Erinnerungen an meine Schulzeit hoch. Der Moment indem ich mich auf den Platz meiner Tochter direkt vorm Lehrerpult gesetzt habe, hat sofort an meine Schulzeit angedockt und an den Stress in der Schule, wie ich ihn erlebt habe. Die Klassenleitung hat uns Eltern ins Gebet genommen: „Lassen sie bitte den Kindern Zeit hier anzukommen!“ Das fand ich super – Plus Punkt! Die Kinder hätten sie gebeten, den Eltern zu sagen, nicht zu schimpfen bei schlechten Noten. Das machte sie sehr deutlich: „Glauben sie denn im Ernst, dass sie damit ihr Kind zu besseren Leistungen motivieren?“ Betretenes Schweigen in den Bänken.  Es entstand fast der Eindruck, dass viele Eltern sich angesprochen fühlten und gleichzeitig wurden sie selbst wieder ein klein wenig zu Schülern.  

Wie kann das denn sein?

Einfache Erklärung,  jeder von uns großen Helden hat seine guten und schlechten Erfahrungen mit der Schule gemacht. Jeder von uns kennt das Gefühl, was schlechte Noten in uns auslösen können. Was gewisse Aussagen unserer Eltern und Lehrer mit uns gemacht haben. Wie krass sie oft noch immer ins uns hörbar sind. Weil wir unsere Kinder lieben, möchten wir, dass sie möglichst keinen in der Schule haben und es leicht geht!  Soweit so gut. Doch wir könnten ab sofort etwas heldenhaftes Grandioses erreichen. Nämlich einen alten Kreislauf zu durchbrechen. Indem wir aufhören, nur das weiterzugeben, was wir von unseren Eltern übernommen haben.  

Wie soll das gehen?

Schritt 1 – Forsche Dazu braucht es nur deine Bereitschaft, dir über ein paar Dinge klar zu werden. Nimm die Herausforderung an. Setz dich hin –  vielleicht sogar mit deinem Partner – und beantworte dir selbst diese Fragen:

  • Wie denkst du noch heute über die Schule, die Lehrer, dein Kind und seine Leistungen?
  • Was war für dich Stress in der Schule?
  • Sorgst du dich nur um seine Zukunft oder traust du ihm seinen Weg zu?
  • Bist du in dir gefestigt und kannst deinem Kind Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit geben?
  • Was sind deine größten Ängste in Bezug auf dein Kind?
  • Was kommt noch aus deiner Schulzeit und hat bei deinem Kind nichts verloren?
  • Bist du strenger Perfektionist und dasselbe erwartest du von deinem Kind?
  • Warst du selbst kein erfolgreicher Schüler und erwartest jetzt, dass dein Kind es besser macht?

Sei mutig und stell dich diesen Fragen, werde dir ganz klar und bewusst darüber. Das ist DEINE Hausaufgabe, die du für dein Kind machen kannst, damit sich Dinge entspannen können. Denn damit übernimmst du deine Verantwortung und veränderst etwas in deinem Familiensystem. Die Wahrheit ist, dass wir ganz oft unsere Glaubenssätze oder Erfahrungen auf unsere Kinder übertragen oder weitergeben. Das spürt dein Kind! Und kann es sogar sehr blockieren.   Schritt 2 – Vertraue Was Eltern noch tun können, damit das Lernen leichter und entspannter geht, kostet viele den größten Mut oder ist die größte Herausforderung. Denn es geht um Vertrauen, Loslassen und darum, deinem Kind seinen Weg zuzutrauen. Es heißt auch, die Verantwortung für Schulthemen beim Kind zu lassen

Beobachte dich selbst, wie  oft du hinter deinem Kind her bist, dass es jetzt bitte lernen soll! Die Hausaufgaben ordentlich gemacht sind, möglichst fehlerfrei und perfekt.  Lässt du dir oft die erledigten Aufgaben zeigen und gibst das Feedback: „Das ist aber nicht gut oder ordentlich genug!“ –„Mach das besser!“ Ich weiß, du meinst es gut. Doch bei deinem Kind kommt ganz was anderes an:

  • Ich bin nicht gut genug!
  • Das schaff ich nie!
  • Ich hab Angst, Mama oder Papa lieben mich nicht!
  • Ich hab doch mein Bestes gegeben – ich kann es nie Recht machen!

Ich weiß, viele Eltern stellen sich auch die Frage, wie schaff ich es, mein Kind zu motivieren? Genauso eben nicht. Denn es führt zu Druck und Stress in jedem Menschen und damit sind wir im Gehirn völlig blockiert. Nix geht mehr! Besonders die Angst, was falsch zu machen ist ein Garant dafür, unser Wissen nicht abrufen zu können, wenn wir es müssen. Stelle dich öfter in die Schuhe deines Kindes. Es ist noch nicht groß, es weiß viele Dinge noch nicht. Dafür gehen Kinder auch in die Schule – um zu lernen. Sie dürfen Fehler machen. Sie dürfen ihre eigenen Erfahrungen machen. Es ist auch wichtig für ihre Entwicklung, dass sie es auf ihre Art machen dürfen.   Schritt 3 – Inspiriere Du kannst dein Kind unterstützen, indem du selbst offen bist, neue Wege zu gehen. Das heißt, auch selbst dazuzulernen. Neues auszuprobieren und auszusteigen aus der ständig kontrollierenden und sich sorgenden Elternrolle.  Probiere doch mal ein paar meiner Helden-Tipps aus:

 

Helden-Tipps um Stress in der Schule zu reduzieren

 

  • Pflegt einen respektvollen Umgang in der Familie
  • Vertraue deinem Kind – d.h. traue ihm seinen eigenen Weg auch zu. Denn oft ist DEIN Weg eben nicht sein Weg.
  • Gib ihm das sichere Gefühl, dass du immer hinter deinem Kind stehst und dass deine Liebe nicht an seine Schulleistungen gebunden ist. Kinder spüren das sehr deutlich!
  • Loslassen – du kannst nicht alles kontrollieren!
  • Übergib die Verantwortung, step by step. Auch Grundschüler können für ihre Schulsachen selbst sorgen. Halte dich mehr im Hintergrund und biete deine Unterstützung an. Aber nimm nicht alles ab!
  • Unterstütze dein Kind darin, Stärken zu stärken und Schwächen zu handeln, leg den Fokus auf die Stärken!
  • Ermutige dein Kind sich selbst zu loben: „Ich bin gut so wie ich bin!“ oder „Das hab ich echt gut gemacht!“
  • Vermittle deinem Kind, dass es nicht wichtig ist was andere über es denken oder sagen, sondern dass es zählt, was es selbst über sich denkt!
  • Ermutige es, sein Bestes zu geben.
  • Unterstütze dein Kind dabei, Visionen und Ziele zu entwickeln – seine eigenen!
  • Wille, Disziplin & Ausdauer sind die drei Heldenqualitäten, die uns dahin bringen wo wir hin wollen. Jeder Sportler wendet das an – wieso nicht auch für die Schule nutzen!
  • Alles was wir tun oder lassen, hat Konsequenzen. Dadurch erfährt dein Kind Selbstwirksamkeit!
  • Besprich mit deinem Kind, WARUM er was schaffen möchte. Was hast du davon, wenn du deine Hausaufgaben zügig erledigst? (z. B. schneller Zeit zum Spielen)

 

Die Heldenstärken die es braucht

Herz,  Verbindung,  Mut,  Disziplin
    Wenn du dabei  Unterstützung möchtest, dann melde dich gern für ein kostenloses Erstgespräch bei mir. Hol dir mein kostenloses eBook für ein entspannteres Familienleben. Ich bin die Heldenmacherin – ich inspiriere Kinder und Eltern anders zu denken und zu handeln. Als Coach begleite ich Kinder und Jugendliche dabei, wieder zu erkennen: ich bin gut! Als RIT®-Reflexintegrationstrainerin  helfe ich Kindern zur neuronalen Gehirnreife, damit Schule einfacher ist. https://rit-reflexintegration.de/