Wie können wir gute Eltern sein?

Ich glaube, dass es noch nie so herausfordernd war, gute Eltern zu sein wie heute! Denn es gibt so viel mehr Möglichkeiten uns zu informieren. Es stehen jede Menge Quellen zur Verfügung: Ratgeberbücher, Internetseiten, Foren, Facebook Gruppen oder Blogs. Und dennoch fühlen wir uns oft sehr unsicher, fragen uns öfter als Generationen vor uns: „Sind wir gute Eltern?“ Im Prinzip suchen wir  nach der besten Philosophie, Strategie oder Leitlinie, um möglichst nichts falsch zu machen. Doch es gibt nicht wirklich die eine Antwort darauf, da wir alle sehr unterschiedlich sind. Wie können wir gute Eltern sein?

Seid Helden-Mentoren!

Hast du dir schon mal überlegt, für dein Kind ein Helden-Mentor zu sein? Du kannst deinem Kind  einen geschützten Raum bieten, in dem es sich ganz individuell entwickeln kann und seine Stärken und Talente entdeckt und wertschätzt. In fast jeder Heldengeschichte gibt es einen jungen Helden, der von einem Begleiter lernt. Das Leben ist eine Abenteuerreise und für jeden Menschen warten andere Herausforderungen. Entscheidend ist, deine Kinder gut auf ihre Reise vorzubereiten. Damit du als Vater/Mutter ein guter Mentor sein kannst,  braucht es ein paar Dinge.  

Offenheit und Bereitschaft, was Neues zu lernen.

Mut, sich über manche Dinge bewusst zu werden, denn nur so kannst du sie auch verändern.

Klarheit für eure Werte, lebt sie vor und vermittelt sie den Kindern weiter.  

Stellt euch öfter mal wichtige Fragen:

  • Warum machen wir das gerade auf diese Art?
  • Woher haben wir das übernommen?
  • Was für Eltern wollen wir für unsere Kinder sein?
  • Welche Art von Vater oder Mutter möchtest du sein?

Sorge für Klarheit in Deinem Bewusstsein!

 

Wir sind die erste Eltern-Generation, die die Chance hat, nicht einfach nur weiterzugeben, was wir oft  ungeprüft von den Generationen vor uns übernommen haben. Das finde ich wundervoll für unsere Kinder, denn dadurch wird sich auch einiges verändern können. Um dir das noch besser vorzustellen, ein kleiner Vergleich. Stell dir bitte einen Krug klares Wasser vor. Am Anfang unseres Lebens ist unser Bewusstsein so rein und klar wie dieses Wasser. Im Laufe unseres Lebens kommt es zu Trübungen von außen. Die werden uns hinzugegeben. Von Eltern, Lehrern oder durch Erfahrungen. Stell dir vor, dass wäre so, als wenn du ein paar Hände voll Erde, Sand oder kleiner Steine in deinen Krug gibst. Unser Bewusstsein trübt sich dadurch immer mehr. Irgendwann setzt sich am Boden des Krugs eine dicke Schicht ab. Diese Schicht steht für unser Unterbewusstsein. UND das bestimmt zum größten Teil unser Leben. Deshalb ist deine wichtige Aufgabe, die ursprüngliche Klarheit wieder zu erlangen, denn ansonsten gibst du dieses trübe Wasser an deine Kinder weiter. Nutze also deine Chance, dir über einige Dinge klar zu werden. Frage dich, was du für ein Vater oder Mutter sein möchtest. Denn du kannst das ganz neu für dich definieren!  

Ihr müsst nicht perfekt sein

Wir werden einfach Eltern und haben eine gewisse Idee für diese Rolle im Kopf. Unser Wissen basiert auf Erfahrungen aus der eigenen Kindheit. Denn am besten lernen Kinder durch Beobachten und nachahmen. Wir waren alle selbst gute Beobachter und machen den „Eltern-Job“, so gut wir können. Vieles haben wir ungeprüft einfach übernommen! Außerdem läuft das Familienleben sowieso nach dem Prinzip „Learning by doing“. Irgendwann kommt der erste Moment, in dem du erschreckt feststellst, dass du völlig hilflos bist, dich überfordert fühlst, am liebsten alles hinschmeißen willst. Das ist völlig ok und jeder kennt diese Momente!   Wir sprechen nur selten darüber.   Wenn du dir wünschst es einfach ganz anders zu machen, oder aus gewissen stressigen Situation mit deinem Kind einen anderen Ausweg zu finden, dann geht das nur, wenn du dir zunächst mal darüber bewusst wirst, was genau in solchen Momenten in DIR abläuft. Du wirst entdecken, dass du ganz viel „getrübtes Wasser“ weitergibst. Das „trübe“ Wasser entsteht in unserem Unterbewusstsein  durch limitierende Glaubenssätze, Ge- und Verbote, Moral-und Wertvorstellungen sowie verletzende Erfahrungen aus unserer Kindheit. Sei mutig, genau da hinzuschauen. Das kann manchmal weh tun. Das weiß ich aus eigener Erfahrung – ich weiß auch, dass es sich lohnt!

Was hast du also davon?

  • Es  gibt dir besseres Verständnis für dich selbst.
  • Du kannst deine Kinder viel besser auf Herzebene verstehen.
  • Es gelingt dir leichter aus stressvollen immer wiederkehrenden Verhaltensmustern auszusteigen.
  • Dein Familienleben gewinnt an Harmonie, die du dir wünschst.

Womit soll ich anfangen?

Unsere Kinder brauchen Eltern, die Orientierung geben können. Sie brauchen Eltern, die überholte Verhaltensmuster ändern und neue Wege suchen. Das ist ein echter Heldenjob, denn wir müssen unsere Kinder  für eine Zukunft vorbereiten, die wir noch gar nicht wirklich einschätzen können, da wir uns gerade in einer großen Veränderungsphase befinden.

Meine Tipps

#Fragen beantworten

Nehmt euch die  Zeit für diese Fragen. Ich empfehle euch, das zunächst jeder für sich aus seiner Sicht zu beantworten und dann gemeinsam zu schauen, wie eure Antworten als Eltern ausfallen.

  1. Mach dir klar, was für ein Vater/Mutter oder was für Eltern ihr sein wollt.
  2. Wie möchtest du Familie wirklich leben?
  3. Was für Werte sind dir wichtig?
  4. Was wünschst du dir für die Zukunft deiner Kinder?
  5. Welche Welt möchtest du für dein Kind hinterlassen?
  6. Was könnt ihr als Familie anders machen?
  7. Welche Glaubenssätze oder Regeln sind für euch eigentlich nicht mehr stimmig?

#Selbstfürsorge  

Extra wichtiger Tipp: Fang an, auch gut für dich selbst zu sorgen! Indem du für deine Pausen sorgst, Dinge machst, die dir Freude machen und bei denen du Kraft tanken kannst. Denn Selbstfürsorge ist nicht egoistisch! Weder als Mutter noch als Vater oder Paar! Sie ist wichtig für das Fundament eurer Partnerschaft und eurer Familie.  

#Erforsche deine Vergangenheit  

Setz dich mit deiner Vergangenheit auseinander, denn sie hilft dir, einiges über dich zu lernen. Denn meist liegt der Ursprung für all unsere Verhaltensweisen oder Strategien in unserer Kindheit. Du kannst enorm viel heilen, wenn du mutig erforscht, wie es dir als Kind ging. Das ist ein mega Heldendienst für dich selbst UND für deine Kinder.  

#Informiere dich und lerne dazu  

Werde dir bewusst darüber, dass du dein Kind für sein Leben vorbereitest. Und das entspricht nicht mehr dem, worauf DU vorbereitet wurdest!  Das bedeutet für uns Eltern, auch wir dürfen neues Lernen uns ausprobieren, um die Zukunft unserer Kinder mitzugestalten!  

Erziehen heißt Vorleben und Begleiten auf Augen- und Herzhöhe

Wenn du dabei  Unterstützung möchtest, dann melde dich gern für ein kostenloses Erstgespräch bei mir. Hol dir mein kostenloses eBook für ein entspannteres Familienleben. Ich bin die Heldenmacherin – ich inspiriere Kinder und Eltern anders zu denken und zu handeln. Als Coach begleite ich Kinder, Jugendliche und Familien dabei, Blockaden aus dem Weg zu räumen und die einzigartigen Heldenfähigkeiten zu stärken. Für mehr Leichtigkeit und Harmonie im Familiensystem. Als RIT®-Reflexintegrationstrainerin  helfe ich Kindern zur neuronalen Gehirnreife, damit Schule einfacher ist. https://rit-reflexintegration.de/ Bildnachweis: Titelbild von Pexels auf Pixabay