Wie aus vielen „Neins“ ein „Ja“ zu mir wurde

Im Rahmen der Blogparade „Sag JA zu dir!” von Jana Ritzen, die GlücksSchmiedin, hab ich die Gelegenheit genutzt, dir einen Einblick in meine Reise zur Heldenmacherin zu geben. Mit meiner persönlichen Geschichte möchte dich mitnehmen auf eine Abenteuerreise zu mir selbst und meinem „Ja“ zu mir! Anhand von einigen Stationen meines Lebens, stelle ich dir die Heldenstärken vor, die mich zur Heldin und zur Heldenmacherin werden ließen.

Als Älteste von drei Mädchen wuchs ich in einem kleinen Ort im Bayerischen Wald auf. Als  meine zwei kleinen Schwestern in mein Leben kamen, fing ich an, mich zu vergleichen. Ich hörte eine Stimme in mir, die mir einflüsterte: „Du bist aber anders als sie!“ Sie wurde  lauter, als mir bewusst wurde, dass ich die Pummligste von uns dreien war.

Nein zu mir – weil ich mich nicht gesehen fühlte

Um die Aufmerksamkeit zu bekommen, die Kinder brauchen, beschloss ich, die Zuverlässigste und Vernünftigste zu sein. Da meine Familiensituation auch nicht so einfach war, hab ich versucht meine Mutter zu unterstützten und zu entlasten wo ich nur konnte und selbst keine Probleme zu machen. Also ein braves, liebes Mädchen zu sein. In der Schulzeit ging das Vergleichen weiter. Bei meiner Einschulung weiß ich noch, welch eine Herausforderung es war, das richtige Outfit zu finden. Klamotten für mich auszusuchen, war nicht einfach. Einkaufen machte mir damals überhaupt keinen Spaß! Es war eher ein Alptraum für mich und meine Mama.

Ich weiß nicht, ob du das kennst, wenn du dich einfach nicht wirklich magst. Ab dem Alter von sechs bis ca. 11 Jahren hab ich mich eher unwohl in mir gefühlt. Oft habe ich mich für mein pummlig sein geschämt. Essen war damals mein Trostpflaster.

 

Heldenstärke #1: Disziplin

Während meiner Teenager Zeit schenkte mir meine Mutter ein Büchlein mit dem Titel: „Die Bikini Diät für Mädchen.“ Damit hab ich es geschafft ca. 10kg an Gewicht zu verlieren. Meine Mama hat mich sehr dabei unterstützt, die Essensvorschläge einzuhalten und ich hab mich von dem Buch sehr unterstützt gefühlt. Ich hab gelernt, wie Gefühle und Essen zusammen hängen können. Es gab Tipps für Mädchen, wie man eine gute Beziehung zu sich und seinem Körper aufbaut und wie man durchhält. Doch das Wichtigste für mich war: das erste Mal hab ICH mich dafür entschieden endlich leichter zu werden. Ich hab mich dafür entschieden, dass ich was ändern möchte! Ich wollte mich endlich wohler fühlen und schöne Klamotten kaufen können und das Pummelchen hinter mir lassen! Diese klare Entscheidung und der feste Wille haben mich durch diese Zeit getragen! Die  Klarheit und die nötige Heldenstärke Disziplin, mich für mein Ziel einzusetzen und für meinen Traum alles zu geben und dieses Mal dran zu bleiben. Es war ein mega tolles Gefühl, meinem Ziel immer näher zu kommen! Mit jedem verlorenen Kilo wuchs das gute Gefühl zu mir!

 

Heldenstärke #2+3: Gemeinschaft & Verbindung

Mit ca. 11 Jahren zogen wir die Nähe einer großen Stadt. Ich war damals in der 7. Klasse und fand es nicht so cool jetzt woanders hinzuziehen. Und es war besonders uncool, als das „Bayerische Cowgirl“ bekannt zu werden. Ich wollte dazu gehören! Nicht anders sein als die anderen und vor allem wollte ich nicht auffallen! Das war am Anfang nicht so leicht, denn ich hatte damals einen deutlich anderen Klamottenstil als Landkind, wie die Kids in der Stadt! Das miese Gefühl anders zu sein als die anderen und das Vergleichen war wieder da. Ich selbst war besonders hart zu mir. Eine Freundin hat mir geholfen, mein „Ja zu mir!“ nicht zu verlieren. Sie hat mir geholfen es zu festigen und zu stärken. Sie besaß einen Kleiderschrank mit vielen tollen Klamotten und hat mir ganz oft was ausgeliehen und mir geholfen, mich zu stylen. Praktisch meine erste und bisher einzige persönliche Stylisten. Sie war meine beste Freundin. Du siehst, die Heldenstärken Gemeinschaft und Verbindung unterstützen sehr auf unserem Weg.

 

Heldenstärke #4: Mut

Meine erste Ausbildung hab ich gleich mal geschmissen! Denn es war ein furchtbar verstaubter Betrieb und dank der Unterstützung meiner Mutter und der Heldenstärke Mut, konnte ich damals „Nein“ zu der Ausbildungsstelle und „Ja“ zu mir sagen! Nach meinem Fachabitur, fand ich eine gute Ausbildungsstelle in einem kleinen Zeitungsverlag. Das hat mir großen Spaß gemacht. Ich konnte viel selbst machen und erhielt viel Einblicke in die Welt des Zeitungsmachens. Meine erste Arbeitsstelle nach der Ausbildung, hatte große Herausforderungen für mich parat. In einem kleinen Team arbeitete ich als Herstellungsassistentin und hatte das erste Mal eine Vorgesetzte. Ganz schnell bemerkte ich, wie anspruchsvoll und launisch meine damalige Chefin war. Natürlich wollte ich ihr möglichst keinen Grund geben, etwas an meiner Arbeit auszusetzen. Ich wollte gern alles richtig machen, damit sie zufrieden ist. Das Problem war, ich erlaubte ihr, meine persönlichen Grenzen zu überschreiten. Irgendwann hatte ich einen Zusammenbruch. Mein Selbstbewusstsein war ausgelöscht. Ich entschloss mich diese Stelle zu verlassen. In einer Gesprächstherapie hab ich viel über mich selbst gelernt. Damals war ich  20 Jahre und eine große Entdeckungsreise, wer ich wirklich bin, nahm seinen Anfang und diese Expedition macht mir bis heute Spaß! Ein ganz großes Highlight auf dem Weg für mich war, das einzigartige Gefühl des „Verliebt-Seins“ in mich selbst! Denn das erste Mal hatte ich das schöne Gefühl, ich bin gut so wie ich bin.

 

Heldenstärke #5: Abenteuer

Optimistisch und hoch motiviert bewarb ich mich in einer Werbeagentur, obwohl ich keine entsprechende Ausbildung im Bereich Werbung hatte. Die Heldenstärke Abenteuer und auch Mut waren sehr hilfreich für den Schritt. Mein Herzenswunsch in einer Werbeagentur zu arbeiten, ging in Erfüllung und ich hatte großen Spaß in dem kleinen Team und an meinen Aufgaben. Mein Selbstwertgefühl konnte wieder wachsen und wurde durch Wertschätzung meiner Chefs und Kollegen gestärkt. Beruflich hatte ich nun wieder zu meinem „Ja zu mir“ gefunden. Auf der privaten Seite stand ein großes „Nein!“ zum Single sein. Wieder begann ich, mich zu bewerten: „Du bist nicht hübsch, nicht schlank, nicht attraktiv genug!“ Es hat noch eine Weile gedauert, bis ich im Herzen verstanden hatte, dass es nichts mit meinem Äußeren zu tun hatte, noch nicht den „Richtigen“ gefunden zu haben.

 

Heldenstärke #6: Herausforderung

Ich entschloss mich nach München zu ziehen. Die nächste große Herausforderung in einer neuen Stadt. Ich kämpfte viel mit dem allein sein, mich einsam und verloren zu fühlen. Und ich kämpfte wieder mit einem „Nein“ zu mir. Wieder war Essen mein Trostpflaster und gleichzeitig mein größter Feind. Wieder hatte ich den Gedanken in mir, ich muss mich anstrengen hübsch zu sein, zu werden, um geliebt zu werden. Es folgten Jobs, mit weiblichen Vorgesetzten, bei denen ich mir klein vorkam und mich ohnmächtig fühlte. Heute weiß ich, woran es lag. Mein „Ja“ zu mir war kleiner, als der Wunsch nach Anerkennung!

 

Wichtiges Learning: Schenke dir selbst Wertschätzung!

Wenn du immer darauf wartest, dass dich andere „loben“ für die Dinge die du tust, dann ist das ein Garant für Unzufriedenheit. Wenn du glaubst, du musst dich aufopfern für die anderen, damit sie sehen, wie toll du bist? Hey, das ist ein falscher Glaubenssatz, den du auflösen kannst! Meine wertvollste Erkenntnis auf meiner bisherigen Reise: ich bin es, die gut für mich sorgen darf, das ist meine Verantwortung und nicht die der anderen!

In München begegnete ich meinem Traummann. Wir waren ein Jahr verheiratet und wollten eine Familie gründen. Die Information, dass wir auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen konnten, zog uns den Boden unter den Füßen weg. Gemeinsam traten wir einen langen Weg mit viel Hoffen, Bangen und Enttäuschungen an. In mir war ein großes NEIN, dass ausgerechnet wir diese Diagnose erhielten.

Wir hatten das notwendige Quäntchen Glück! Heute sind wir sehr dankbar für unsere Tochter! Mit der Erfüllung unseres großen Herzenswunsches entstand auch ein weiteres großes „Ja“ zu mir. Ein „Ja“ zu mir als Frau und als Mutter. Die Qualität der Dankbarkeit war und ist für mich ein weiterer großer Schatz in meinem Leben. Mein Lebensmotto „es geschieht nichts ohne Grund!“ hat mich sehr durch Höhen und Tiefen im Leben getragen. Der starke Wille und die Neugier zu verstehen, wieso ich bin wie ich bin, waren mein Motor. Das Leben ist ein Abenteuer und ich hab lang gebraucht, zu erkennen, dass ich die Heldin in meiner eigenen Geschichte bin. Auf meiner bisherigen Lebensreise habe ich viele Schätze geborgen. Ich hab gelernt, mich selbst zu lieben und zu meinen Werten zu stehen.

 

Heldenstärke #7: Herz

Zufällig stolperte ich 2015 auf die Ausbildung zum Coach für Kinder und Jugendliche. Und ich hab auf meine Heldenstärke Herz gehört, die mir sagte: ich möchte jungen Menschen bei schwierigen Lebenssituationen unterstützen und wertvolles Wissen weitergeben, damit sie nicht erst bis zur Mitte des Lebens warten, gewisse Zusammenhänge zu verstehen und wie sie diese selbst ändern können.

Helden Botschaften

  • Hör auf dich zu vergleichen!
  • Perfekt sein eine Illusion die uns trennt
  • Deine Einzigartigkeit bereichert die Welt
  • Helden verändern und bewegen was!
  • Alles was du dir vorstellen kannst, kann real werden!
  • Hör auf, dich permanent selbst nieder zu machen!
  • Du bist gut und wunderbar wie du bist!
  • Setze deine Grenzen rechtzeitig!
  • Lerne „Nein!“ zu sagen
  • Der größte Antreiber sitzt in dir selbst, schick ihn in Rente!
  • Tue Dinge nicht „um zu“, das macht dich nicht glücklich!
  • Schenke dir das, was du dir von anderen erwartest selbst und staune!
  • Kümmere dich um eine liebevolle Beziehung zu dir selbst!
  • Lerne auch mit negativen Gefühlen umzugehen!

Alles ist in dir! Fang an es zu glauben!

Es lohnt sich möglichst früh „Ja“ zu dir zu sagen! Weil du toll bist wie du bist! Und wenn du aufhörst, zu versuchen wie die anderen zu sein, dann ist dein Leben auf einmal leichter und freier! Das ist ein kleines einfaches Geheimnis des Lebens! Machen wir es uns doch leichter und friedlicher miteinander. Stärken wir uns gegenseitig, statt uns klein zu machen. Wenn du damit anfängst, ermutigst du andere!

 

Sei nicht perfekt – sei einzigartig!

Deine Heldenmacherin

PS: Hast du die 7 Heldenstärken erkannt, die mich immer begleitet haben? HERAUSFORDERUNG, MUT, ABENTEUER, HERZ, GEMEINSCHAFT, VERBINDUNG, DISZIPLIN. Hast du auch Lust den Helden/In in dir zu wecken? Melde dich bei mir für ein Infogespräch, ich freue mich, dich kennenzulernen.

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