Wenn sich auf einmal der Alltag von heute auf morgen verändert, kommen oft viele Gedanken und Gefühle in uns hoch. Egal ob das durch eine persönliche Lebenssituation ist oder durch eine globale Krise (Corona), wie wir sie gerade erleben. Wie gehe ich mit Gefühlen richtig um? In meiner Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien erlebe ich häufig, dass die größte Herausforderung der Umgang mit Gefühlen ist. Manchmal können oder wollen sogar Kinder nicht mehr wirklich wahrnehmen, wie es ihnen gerade geht.  Dabei sind es doch die unterschiedlichen Emotionen, die unser Leben so lebendig und bunt machen.  Jetzt ist für jede Familie eine wunderbare Möglichkeit,  wieder mehr vom Kopf ins Herz zu kommen.

 

 

Gute oder Schlechte Gefühle

Jeder von uns hat irgendwann angefangen, die Gefühlswelt einzuteilen in gute und schlechte Gefühle.  Erster Gedankenanstoß für dich: mach dir bewusst, was für eine Bewertung du für Gefühle hast. Die häufigsten negativen Gefühle sind: Angst, Wut, Trauer, Ohnmacht, Scharm. Negativ sind sie aus diesen Gründen: sie fühlen sich nicht gut an, am liebsten wollen wir sie wegmachen und kaum einer hat gelernt damit umzugehen.  Das kann sich manchmal sogar anfühlen, wie ein Kampf mit mächtigen Dämonen oder Schatten, denen du dich hilflos ausgeliefert fühlst.  Die positiven Gefühle wie: Liebe, Glück, Freude, Harmonie, wollen wir alle gern in unserem Leben haben und festhalten.

Es ist Zeit deine Bewertung loszulassen! Denn Gefühle sind alle gleich gut und wichtig. Denn ohne die Trauer wüssten wir nicht wie sich Freude anfühlt.  Ein wichtiger Grund auch alle nicht angenehmen Gefühle zu fühlen: je mehr du sie verurteilst, ablehnst und „wegmachen“ willst, umso heftiger werden sie. Egal ob in dir oder bei deinem Kleinkind oder Pubertier, denn sie spiegeln uns das sehr häufig.

Ich möchte dich heute ermutigen: Sag ja zu all deiner Angst, Wut, Ohnmacht oder Traurigkeit. Denn das wird viel verändern. Jede Alltagssituation, die negative Gefühle in uns hochholt, bietet dir eine Chance, endlich Frieden damit zu schließen.  Lass dich ab heute mehr auf das Abenteuer ein, dich auch den „dunklen  Schatten“ zu stellen! Das Spannende dabei – die Erlebnisse oder Situationen, die bisher eher stressvoll für dich waren, werden weniger bzw. kannst du entspannter damit umgehen.

 

 

Wie gehe ich mit Gefühlen um?

Stelle dich ab jetzt deinen Herausforderern!  Egal ob Angst, Wut, Ohnmacht oder Traurigkeit! Sag also erstmal: “Ja, ok here you are! Ich sehe und spüre dich.“  Du kannst das! Das mächtigste Heldentool was wir haben ist unsere Atmung. Den nutzt du dabei.  Dein erster kleiner Stepp,  nicht mehr wegzulaufen oder abzulenken.  Spür in deinen Körper und wo es ich eng, schwer oder unangenehm anfühlt – schick deine Atmung hin.  Mach Kontakt mit dir. Leg dazu deine Hand auf die Mitte deiner Brust – deinen Herzraum.  Du kannst dabei die Augen schließen.  Immer wichtig für Helden ist der gute Bodenkontakt. Sorge dafür, deine Füße gut zu  erden.

 

Atme weiter und beobachte: vielleicht kommen Tränen oder es ist für einen Moment extrem unangenehm im ganzen Körper. Doch wenn du einfach nur atmest und bei dir bleibst, verändert sich die Intensität. Wenn du eine Stelle im Körper lokalisiert hast, wo das Empfinden am heftigsten ist, atme wieder bewusst an diese Stelle hin, lass es größer werden.

Zum Beispiel ein mächtiges Gewicht auf deinen Schultern oder Brust, schau was sich verändert, wenn du einfach an diese Stelle hin atmest. In der Regel entspannt es sich, weil es von dir wahrgenommen wurde. Das klappt vielleicht nicht gleich beim ersten Versuch, doch lass dir Zeit dieses „Battle“ zu üben.

Sprich mit deinen Kindern  über Gefühle. Was in dir gerade los ist und frag sie nach ihren „Dämonen oder Monstern“.  Auch wie schwer es dir fällt sie zu zeigen, weil es dir bisher keiner beigebracht hat, wie man es schafft auch mit solchen Gefühlen umzugehen. Das brauchen sie dringend, denn ich weiß, du wünschst dir, dass sie ihr Leben in jeder Lage gut meistern. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, empfehle ich dir diesen Elternratgeber, indem ich ausführlicher auf dieses Thema eingehe.

 

 

Kontakt: mit dir, anderen und der Welt

Diese „Quarantäne-Zeit“ kannst du gut für das nach innen schauen und fühlen nutzen. Denn so viel und oft sind wir mehr bei anderen. Und woanders als im Moment.  So oft “Lost in Space” in Digitalen Netzwerken, Pflichten, oder to –do Listen, als bei uns selbst. In dieser Krisenzeit kannst du entscheiden,  anzuhalten  und dir vielleicht ein paar ganz neue Fragen zu stellen.

Vielleicht kannst du ausprobieren 1x Tag mit dir selbst in Kontakt zu gehen. Am besten am Morgen bevor der Familientag startet.  Denn wenn du dir Zeit nimmst,  in Kontakt mit dir selbst zu sein oder wieder zu kommen, dann geht das auch wieder leichter mit den anderen und mit der Welt. So wie Innen  – so Außen.

Respekt ist hier ein wundervolles Wort, das ich dir mitgeben möchte. Den Respekt für dich zu haben dir Auszeiten zu nehmen, dich gut zu ernähren, für dich selbst zu sorgen nicht immer nur für deine Familie oder deinen Job 100% zu geben. Sondern vor allem für dich selbst!

 

 

Bestes Navi ever  – dein Herzkompass

Es braucht keine Satellitenverbindung und du hast es von Geburt an mitgeliefert bekommen. Es ist eins deiner größten Heldenstärken – dein Herz. Da gibt es nur eine Kleinigkeit zu wissen. Am besten navigiert es dich durch dein Leben, wenn du auch in Kontakt bist mit diesem wunderbaren Kompass. Dann steht er dir zur Verfügung – 24/7 egal ob du WLAN hast oder nicht.

 

 

Ausreden um nicht zu fühlen

Unangenehm.  Wer fühlt schon gern schlechte Gefühle wie Angst, Wut oder Trauer? Die Frage ist eher, wie viel Energie kostet es dich, diese negativen Gefühle „nicht zu fühlen“. Denn da sind sie ja sowieso.

Schmerzhaft. Ja, das ist leider oft der Fall. Manchmal tut fühlen richtig weh. Doch je länger du vermeidest sie zuzulassen, umso heftiger können sie werden. Sich sogar über körperliche Symptome zeigen, damit du ihnen Aufmerksamkeit schenkst.

Möchte andere nicht verletzten.  Verletzend wirst du meist dann, wenn du in der totalen Überforderung bist, dich nicht verstanden oder gesehen fühlst.  Deshalb ist es mega gut, wenn du anfängst, deine „inneren Kämpfe“  bei dir zu lassen und beginnst, sie überhaupt mal wahrzunehmen.

Halte das nicht aus. Ich behaupte, es macht einen riesen Unterschied, immer wieder so zu tun als ob alles in Ordnung ist und in mir selbst fühle ich gerade unbändige Wut. Doch natürlich ist es wichtig zu wissen, wie ich diesen Gefühlssturm anders bewältigen kann. Das weißt du ja jetzt.

Uncool – Schwach. Manche Gedanken machen dich klein und schwach.  Aber nur, wenn du anfängst ihnen zu glauben. Ganz oft sind hinter deinen vermeintlichen Schwächen, die größten Stärken. Besonders die weichen oder empfindsamen Seiten. Denn damit öffnest du jedem Gegenüber ein Fenster, sich auch damit zu zeigen. Das schafft Verbindung.

Es ist nicht gewünscht – tut man nicht. Viele Aussagen oder Verhaltensweisen hast du ungeprüft von deinen Eltern übernommen.  Bisher wurde das auch von Generation zu Generation weitergegeben. Sie hatten keine Chance was anders zu lernen. Das ist jetzt anders!  Fang an, neue Dinge zu lernen.

 

Meine Heldentipps in Sachen Gefühle

  • Lass die Bewertungen über Gefühle los.
  • Alle Gefühle sind gleichwichtig!
  • Oft steckt hinter einem negativen Gefühl eine echte Heldenstärke. Zum Beispiel macht Angst uns oft richtig mutig. Hinter Wut steckt eine echte Power, aus der grandioses geschaffen werden kann.
  • Fühlen geht am einfachsten mit deiner Atmung. Tief durch die Nase ein und den Mund wieder aus. Du kommst raus aus dem Kopf und in deinen Körper. Einfachste Entspannung in ein paar Atemzügen.
  • Nimm dir Zeit und Aufmerksamkeit für deine Gefühle. Sie wollen, dass du wächst.
  • Wenn du deine eigenen Gefühle wahrnimmst, kannst du das auch leichter bei deinen Kindern und Mitmenschen.
  • Gefühle schaffen Nähe und Verständnis für dich, deinen Partner und deine Kinder. Sogar für Menschen, mit denen du bisher nicht wirklich kannst.
  • Gib dir die Erlaubnis authentisch zu sein in jedem Moment! Denn so bist du am schönsten!
  • Übe dich darin gut mit den verdrängten negativen Gefühlen umzugehen und dann zeig es deinen Kids. Das ist eins der besten Tools die sie für ihr Leben brauchen.  Es führt zu Empathie und Mitgefühl für alle und die Veränderung, die wir uns auf der Welt wünschen.
  • Gefühle machen das Leben bunt, dich lebendig authentisch und schaffen Verbindung, Gemeinschaft auf Augen und Herzhöhe. Erlaube dir mehr zu fühlen! Mitgefühl hat eine andere Qualität als Mitleiden.

 

 

Wenn du Unterstützung möchtest, dann melde dich gern für ein kostenloses Erstgespräch bei mir.  Du hast gerade ein aktues Anliegen und brauchst schnell effektive Hilfe? Lass uns zum Heldinnen-Talk treffen. Ich bin die Heldenmacherin – ich inspiriere Kinder und Eltern anders zu denken und zu handeln. Als Coach begleite ich Kinder, Jugendliche und Familien dabei, Blockaden aus dem Weg zu räumen und die einzigartigen Heldenfähigkeiten zu stärken. Für mehr Leichtigkeit und Harmonie im Familiensystem und Veränderung die wir uns auf dieser Welt wünschen. Als Reflexintegrationstrainerin  helfe ich Kindern zur neuronalen Gehirnreife, damit Schule einfacher ist. https://rit-reflexintegration.de/

 

 

Sei nicht perfekt – sei einzigartig!